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Datum/Zeit |
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11,58 € |
-0,12 € |
-1,04 % |
21.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE0007297004 |
729700 |
- € |
- € |
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Südzucker kaufen 01.07.2010
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Der Analyst vom Bankhaus Lampe, Marc Gabriel, stuft die Südzucker-Aktie (ISIN DE0007297004 / WKN 729700) unverändert mit "kaufen" ein.
Mit der Veröffentlichung eines vorläufigen operativen Ergebnisses von 149 Mio. Euro im ersten Quartal 2010/11 habe Südzucker ein klares Zeichen gesetzt, dass der Konzern zurück zu alter Stärke gefunden habe. Der Grund für das hervorragende Auftaktquartal habe in dem von der EU eröffneten zusätzlichen Zucker-Exportkontingent im Zuge der Zuckerknappheit auf dem Weltmarkt zum Anfang des Jahres gelegen. Südzucker habe die FY-Guidance von rund 450 Mio. Euro beim operativen Ergebnis bestätigt, was beim ersten Blick auf die Q1-Ergebnisse als konservativ bezeichnet werden könne. Das Unternehmen dürfte hierbei zunächst auf Nummer sicher gehen wollen und warne vor Nachwehen der Wirtschaftskrise.
Dass die Aktie substanziell mehr Wert sei, habe sich zuletzt auch bei der Veräußerung von National Starch an Corn Products gezeigt. Der Verkäufer, Akzo Nobel, habe für die Stärkesparte ein Umsatzmultiple von 1,3 erzielt und das EBIT-Multiple dürfte bei 12 gelegen haben. Bezogen auf den Wert der Stärkesparte von Südzucker wäre der Bereich mit einem Umsatzvolumen von 503 Mio. Euro und einer von den Analysten unterstellten EBIT-Marge von 10% alleine zwischen 610 bis 650 Mio. Euro wert. Dabei möchten sie nicht vergessen, dass National Starch das Stärkeportfolio von Südzucker sicherlich perfekt ergänzt hätte. Dass sich Südzucker diese gute Akquisitionschance habe entgehen lassen, dürfte wohl daran gelegen haben, dass man sich dem Druck der Ratingagenturen noch nicht habe aussetzen wollen und zunächst die eigene Verschuldung reduzieren möchte.
Bereits im Januar sei der Wert des Tiefkühlgeschäfts (Freiberger) durch die Nestlé-Übernahme des Kraft Foods Pizzageschäfts visibel geworden (1,8 x Umsatzmultiple gezahlt, was für Freiberger einen Unternehmenswert von 800 Mio. Euro bedeuten würde). Selbst wenn die Analysten hier aufgrund der Handelsmarken einen Abschlag von 30% beim Multiple unterstellen würden, bleibe ein Wert von 604 Mio. Euro. Die beiden verbleibenden Divisionen des Segments Spezialitäten, Portion Pack (112 Mio. Euro Umsatz; Marktführer in Europa) und Beneo (Umsatz: 321 Mio. Euro; 50% Weltmarktanteil) dürften ihres Erachtens mit mindestens 400 Mio. Euro angesetzt werden können. Damit würden sie für das Segment Spezialitäten einen fairen Marktwert von 1,6 Mrd. Euro ermitteln.
Der 70,6%-ige Anteil an der Bioethanoltochter CropEnergies habe einen Marktwert von 216 Mio. Euro. Das Fruchtsegment würden die Analysten mit 0,5 x Umsatz bewerten und kämen auf einen Marktwert von 403 Mio. Euro und das Kerngeschäft Zucker hätten sie 2,2 Mrd. Euro (0,7 x Umsatz) gesetzt. In Summe würden sie bei der Analyse einen fairen Wert von 21,76 Euro je Aktie ermitteln, der den Median der Peer-Group von 21,16 Euro noch übertreffe. Auch im DCF-Vergleich würden sie ein faires Niveau von 20,50 Euro ermitteln.
Die Analysten würden unverändert spätestens mit dem kommenden Geschäftsjahr und einer dann deutlich verringerten Nettofinanzverschuldung (BHLe 2010/11: 0,94 Mrd. Euro ohne Pensionsrückstellungen) mit entsprechenden Portfolioergänzungen des Südzuckerkonzerns rechnen. Die Werthaltigkeit des Portfolios und die nachhaltige Rückkehr zum alten Cash-flow-Niveau (operativ bei über 500 Mio. Euro) bei verminderten Investitionsausgaben seien die Garanten für eine höhere Marktbewertung der Aktie.
Da alle ihre Bewertungsverfahren einen Wert oberhalb von 20,00 Euro reflektieren, bestätigen die Analysten vom Bankhaus Lampe ihre Kaufempfehlung und das Kursziel von 21,00 Euro für die Südzucker-Aktie. (Analyse vom 01.07.2010) (01.07.2010/ac/a/d)
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